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Hornetsecurity Montly Threat Report Juli 26

Hornetsecurity Montly Threat Report Juli 26

Hornetsecurity by Proofpoint veröffentlicht jeden Monat seinen Monthly Threat Report. Darin werden aktuelle Entwicklungen und wichtige Ereignisse aus der Cybersecurity zusammengefasst. Die Ausgabe für Juli 2026 zeigt dabei wieder, welche Rolle künstliche Intelligenz mittlerweile bei Cyberangriffen spielt. Im Fokus steht JadePuffer. Forscher haben dabei den ersten vollautonomen Angriff einer KI entdeckt und dokumentiert.

Der Angriff wurde durch einen KI-Agenten durchgeführt, der sich während des Angriffs automatisch an die Hindernisse angepasst hat, um weiter in das System einzudringen. Zugriff hat die KI über eine bekannte Sicherheitslücke in Langflow bekommen. Deswegen konnte sie dann ihren eigenen Code ausführen. Anschließend hat die KI unter anderem nach Zugangsdaten für Cloud-Dienste, Datenbanken und andere Systeme gesucht und verschlüsseln.

Danach hat sie noch eine bekannte Sicherheitslücke in Alibaba Nacos ausgenutzt, um ein Administratorkonto anzulegen und damit Adminrechte zu bekommen. Am Ende hat die KI 1.342 gespeicherte Service-Konfigurationen verschlüsselt und eine Lösegeldforderung hinterlassen.

Es hat auch mehrere Indizien gegeben, dass der Hacker kein echter Mensch war. Zum Beispieil, wurde ein falscher Anmeldeversuch innerhalb von 31 Sekunden behoben wurde und die angegebe Bitcoin-Adresse in der Lösegeldforderung, war die Beispieladresse aus der Bitcoin Entwicklerdoku. Also ganz fehlerfrei funktionieren die KI-Hacker noch nicht!

Aber das bedeutet, dass Cyberangriffe bald viel schneller und skalierbarer werden. Ein Angreifer muss nicht mehr jeden Schritt manuell durchführen, weil die KI rund um die Uhr nach Schwachstellen und Fehlkonfigurationen suchen kann.

Die gute Nachricht daran ist, dass Unternehmen keine neue Sicherheitsstrategie deswegen brauchen. Die wichtigsten Maßnahmen sind noch immer die, die wir schon ewig predigen. Aktuelle Patches regelmäßig und zeitnah einspielen, eine starke Passwortrichtlinie haben, Zugangsdaten schützen und Verwaltungsoberflächen nicht offen aus dem Internet erreichbar machen.

Der Unterschied ist das Tempo. Wenn ein automatisierter Angreifer permanent nach offenen Türen sucht, können bekannte Schwachstellen schneller zu einem echten Problem werden.

Weitere interessante Themen aus dem Monthly Threat Report von Hornetsecurity

Microsoft schließt über 200 Sicherheitslücken:
Der Juni-Patchday von Microsoft war der umfangreichste bisher. Besonders relevant war eine bereits aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke in lokal betriebenen Exchange-Servern. Exchange Online war davon nicht betroffen.

Phishing mit einem ungewöhnlichen Köder:
Eine Kampagne versprach Betreibern von Facebook-Seiten ein Verifizierungsabzeichen von Meta. Statt nur Passwörter abzugreifen, wurden auch MFA-Codes und Ausweisdokumente gesammelt. Ziel war offenbar die vollständige Übernahme der Konten.

DMARC bekommt neue Regeln:
Die IETF hat mit RFC 9989 eine überarbeitete Version des Standards für die E-Mail-Authentifizierung veröffentlicht. Damit sollen unter anderem Regeln für die Zuordnung von Domains und die Verarbeitung von E-Mails eindeutiger werden.

 

Hier ist der ganze Threat Report:

https://www.hornetsecurity.com/de/blog/monthly-threat-report/

Ransomware Statistik 2026

Ransomware Statistik 2026

Eine aktuelle Auswertung von Bitdefender zeigt, dass sich Hackerangriffe mit Erpressung im ersten Halbjahr 2026 verglichen mit dem Vorjahr leicht angestiegen sind.

Weltweit wurden von Januar bis Juni 2026 ca. 4.600 erfolgreiche Ransomware-Angriffe öffentlich bekannt gegeben. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 4.381 Fälle. Die USA ist mit ca. 1990 Angriffen mit großem Abstand Listenführer. Österreich liegt in der Liste mit 29 reklamierten Incidents auf Platz 25.

In der DACH-Region konzentrierten sich die Angriffe vor allem auf die Branchen Produktion, Bauwesen, Technologie, Finanzen und Gesundheit.

Wegen automatisierten Tools und angepasster Malware greifen Hacker, statt exklusiv große Firmen immer öfter auch kleine und mittelständische Unternehmen an. Zusätzlich bleiben Schwachstellen in der Lieferkette auch noch ein wichtiger Risikofaktor.

Deswegen empfiehlt Bitdefender unter anderem, die eigene Angriffsfläche zu überwachen und zu reduzieren, eine sichere Passwortrichtlinie einführen und schnelle Erkennungs- und Reaktionsprozesse zu etablieren. Ebenso wichtig sind aktuelle Bedrohungsinformationen, eine kontinuierliche und regelmäßige Schulung der Mitarbeiter und natürlich regelmäßige, geprüfte Backups kritischer Systeme.

Cybersecurity Assessment Report 2026

Cybersecurity Assessment Report 2026

Der aktuelle Bitdefender Cybersecurity Assessment Report 2026 zeigt, dass es einen großen Unterschied zwischen der Wahrnehmung der befragten Experten und den Erkenntnissen der analysierten Sicherheitsdaten von Bitdefender gibt.

 

Insgesamt wurden 1.200 IT- und Cybersicherheitsexperten aus sechs Ländern zu ihren aktuellen Eindrücken in der Branche befragt. Thema waren neue Sicherheitsproblemen durch KI bis hin zu unterschiedlichen Einschätzungen zwischen Führungskräften und operativen Teams.

 

In dem Webinar ordnen vier Bitdefender-Experten die wichtigsten Ergebnisse ein und sprechen über aktuelle Themen in der Branche und ihre Erfahrungen.

 

Ein sehr interessantes Webinar um die neusten Erkenntnisse und Empfehlungen von Experten, die täglich damit zu tun haben, mitzunehmen.
Authenticator: Zugang ohne Exploit!

Authenticator: Zugang ohne Exploit!

Eine neue Sicherheitslücke im Microsoft Authenticator gibt Angreifern kompletten Zugriff auf dein Arbeitskonto und das ganz ohne Exploit!

Mit einem CVSS-Score von 9.6, ist diese Sicherheitslücke CVE-2026-41615 offiziell als kritisch eingestuft. Bewertet wird hier nur das Schadenspotential, falls die Schwachstelle auch ausgenutzt werden würde. Microsoft selbst hat angegeben, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass die Lücke aktiv ausgenutzt wird.

Der Angriff läuft folgendermaßen ab: Der Angreifer schickt eine OAuth-Berechtigungsanfrage an den User. Wenn dieser die Anfrage bestätigt, schickt die App den Token an den Hacker zurück. Damit kann der Angreifer alle Infos abrufen, auf die das Konto Zugriff hat!

Aber Microsoft hat schon neuere Versionen der Apps für Android und iOS veröffentlicht. Die Versionsnummer für Android ist 6.2605.2973 und für iOS ist es 6.8.47. Diese Versionen sollten ASAP heruntergeladen werden, um zu verhindern, dass die Schwachstelle doch noch ausgenutzt wird.

Bleibt sicher und schaut, dass ihr euch immer die neusten Updates/Patches holt. laughing
Euer Team von Purple-Tec

Edge speichert Passwörter als Klartext

Edge speichert Passwörter als Klartext

Passwort-Manager sollen Zugangsdaten sicher speichern und gleichzeitig den Alltag erleichtern. Browser synchronisieren Passwörter verschlüsselt über mehrere Geräte hinweg und entschlüsseln sie normalerweise nur für kurze Zeit, wenn sie benötigt werden. Beim Passwort-Manager von Microsoft Edge scheint das aber anders zu sein.

Der IT-Sicherheitsforscher Tom Jøran Sønstebyseter Rønning machte auf X darauf aufmerksam, dass Passwörter im Arbeitsspeicher von Edge im Klartext auffindbar sind. Heise hat einen einfachen Test durchgeführt, der das Problem bestätigt. Nach dem Anlegen eines Kontos mit dem Passwort „Klartext-PW-Test“ schützt Edge die gespeicherten Daten zwar mit einer Windows-Hello-Abfrage. Trotzdem bleibt das Passwort im Speicher des Browsers unverschlüsselt stehen.

Selbst nach einem Neustart von Edge und ohne die entsprechende Webseite aufzurufen, ließ sich über ein Speicherabbild des Browsers das Passwort mit einem Hex-Editor problemlos wiederfinden. Das Passwort wurde also im Klartext im Arbeitsspeicher gespeichert, obwohl es noch gar nicht aktiv verwendet wurde.

Aus Sicht der IT-Sicherheit ist das natürlich problematisch. Moderne Sicherheitskonzepte sehen vor, dass sensible Daten nur kurzzeitig entschlüsselt und anschließend wieder aus dem Speicher entfernt werden. Dass Edge offenbar sämtliche gespeicherten Passwörter vorab in den Speicher lädt, entspricht nicht den aktuellen Sicherheitsstandards. Die Schwachstelle fällt unter die Kategorie CWE-316 („Cleartext Storage of Sensitive Information in Memory“).

Allerdings, als Tom Rønning seinen Fund an Microsoft gemeldet hat, kam zurück. dass das Verhalten schon bekannt und als bewusste Design-Entscheidung eingestuft ist. Wer besonderen Wert auf Sicherheit legt, sollte daher alternative Passwort-Manager in Betracht ziehen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte den Passwort-Manager von Edge bei seinem Passwort-Manager-Test im Dezember nicht berücksichtigt. Bereits frühere Untersuchungen zu Passwort-Managern und VPN-Software hatten jedoch ähnliche Schwachstellen bei verschiedenen Produkten festgestellt.

 

Lauschen Handys 24/7?

Lauschen Handys 24/7?

Wer kennt es nicht? Gerade über ein Thema gesprochen und fünf Minuten später hat man die dazu passende Werbung am Handy. Da hat sich bestimmt jeder schon gefragt, ob das Smartphone die ganze Zeit zuhört.

Instagram Chef Adam Mosseri hat in einem Instagram Reel erklärt, dass, während sie zwar nicht 24/7 über das Mikrofon zuhören, sie schon alle möglichen relevanten Marketing-Daten von Partnerfirmen aufnehmen und verwenden.

Was so viel heißt wie, wenn du oder jemand aus deinem Bekanntenkreis, in deinem WLAN nach einem bestimmten Produkt gegoogled hat, bekommst du kurz darauf Werbung darüber. Auch werden alle Daten über dich gesammelt und es wird ein Profil für dich angelegt. Anhand der Daten im Profil, wirst du einer Gruppe mit ähnlichen Interessen eingeordnet, dann wird dir Werbung vorgeschlagen, die in deiner Gruppe gut funktioniert hat und deswegen für dich relevant sein könnte.

Wenn du dich jetzt fragst, ob Systeme wie Siri oder Alexa permanent zuhören, kann man jain sagen. Ja sie hören zu, achten aber nur auf das Aktivierungswort, erst dann beginnen sie damit Daten zu verarbeiten und aufzuzeichnen.

Was man jetzt als User gegen Tracking und Datensammlung machen kann ist folgendes:

  • Einen Browser mit Priorität auf Privatsphäre benutzen. Dazu zählen z.B. Brave, DuckDuckGo oder Firefox.
  • Auf Webseiten Cookies ablehnen bzw. den Inkognito Browser verwenden
  • Am Smartphone die Berechtigungen von Apps einschränken

Entkommen kann man dem ganzen nicht, aber man kann schauen, dass der digitale Fußabdruck so klein wie möglich gehalten wird. Eine fortgeschrittene Lösung wäre es für sein Heimnetz eine Pi-hole Lösung aufzusetzen. Damit verhindert man zwar nicht das Tracking selbst, aber man sieht weniger gezielte Werbung.

Euer Team von Purple-Tec

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          Security Awareness Workshop am 22.07.2026

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