Athen hat im Dezember 2025 KI-gestützte Verkehrskameras getestet, die Verstöße wie Handy am Steuer, fehlende Sicherheitsgurte, Fahrten über Rot oder zu schnell fahren automatisch erkennen sollen. Das Ziel ist mehr Sicherheit auf den Straßen durch den Einsatz von moderner Technologie.
Die ersten Ergebnisse waren aber leider sehr enttäuschend. Eine nachträgliche Menschliche Überprüfung der Auswertungen haben ergeben, dass nur rund 400 von insgesamt 5.500 erfassten Verstößen gerechtfertigt waren. Das entspricht einer Fehlerrate von über 90 Prozent.
Zu den falschen Anschuldigungen zählen Fahrer, die der Handynutzung am Steuer beschuldigt wurden, obwohl sie sich nur am Ohr gekratzt haben. In einem anderen Fall hat das System einen nicht angeschnallten Beifahrer erkannt, obwohl überhaupt keine zweite Person im Auto war.
Vor allem die Erkennung vom Fahrzeuginneren ist eine große Herausforderung. Schatten, Lichtverhältnisse, Kamerawinkel und Bildqualität können die Ergebnisse der KI stark beeinflussen. Das kurze Projekt hat also gezeigt, dass die aktuelle Erkennung der der Kameras auf keinem akzeptierbaren Standard ist.
Bevor die geplanten 2.500 Kameras flächendeckend eingesetzt werden, wird die Zuverlässigkeit der Technologie deutlich verbessert werden müssen.